Der Salvatorianer-Pater Berno Rupp wurde 1935 in Deutschland geboren. Sein „Zuhause“ war von 1991 bis zu seinem Tod im Jahr 2017 das westrumänische Temesvar. Pater Berno war Superior der Salvatorianer in Temesvar. Die Armut in Rumänien lernte er durch sieben Straßenkinder kennen, die sich einen Kanalschacht vor der Salvatorianer-Kirche teilten. Er versorgte sie kurzerhand im Kloster. Mit Hilfe von Freunden organisierte er eine Armenausspeisung und zahlreiche Hilfstransporte nach Temesvar. Ab 1998 folgte gemeinsam mit der Caritas Temesvar die Gründung mehrere Einrichtungen für Menschen in Not. So errichtet Pater Berno innerhalb weniger Jahre ein für den Kreis Temesvar unverzichtbares Netz der Hilfe.
Als Anerkennung für sein sozial-karitatives Engagement wurde Pater Berno 2005 mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Temesvar und 2011 mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Graz ausgezeichnet.
Ein Hörbild über die Hilfswerke der Pater-Berno-Stiftung und ihren Initiator, den Salvatorianer-Pater Berno Rupp
Mit: Pater Berno Rupp, Maria und Johnny Pucher, Pater Josef Wilfing und Herbert Grün
Sprecherin: Bettina Gjecaj
Gestaltung: Anna Maria Steiner
Erst-Ausstrahlung: Radio Helsinki – Freies Radio Graz, 9. November 2016, 18:00 Uhr
Für die Salvatorianer in Temesvar war es ein Glücksfall, dass P. Berno nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs für einen Neuanfang in Rumänien vom Orden freigestellt wurde. Was ich an ihm als sein Mitbruder schon vorher bewundern konnte und das ihn für diese Aufgabe geeignet machte, das war sein geradezu unverschämt großes Gottvertrauen. Dazu gesellt sich seine Menschenfreundlichkeit und die Gabe, Menschen zusammenzuführen und für seine Projekte zu begeistern. Viele Kontakte mit Menschen, die ihn in seiner Tätigkeit als Volksmissionar im deutschsprachigen Raum erlebten, ließ er neu aufleben und zu einem hilfreichen Netzwerk für Rumänien verknüpfen. Das erfüllt mich mit tiefer Freude und animiert mich, ihn und seine Werke zu unterstützen.
P. Leonhard Berchtold, Salvatorianer in München und Vorsitzender des Stiftungsrates der PBS
Mich beeindruckte bei Pater Berno Rupp seine Gelassenheit und Geduld hinter dieser unermüdlichen Schaffenskraft. Sein Wirken, das so viele Menschen begeisterte und die wunderbare Liebe zum Leben und zur Schöpfung in all ihren Ausprägungen – dies alles gibt mir selbst immer wieder Zuversicht und Vertrauen.
Edith Pfeiffer, ehem. Generalsekretärin Caritas Graz-Seckau
Was mich an der Person Pater Berno am meisten beeindruckt hat, war dass er bereits Anfang der 90-er Jahre erkannte, wer die ärmsten der Armen sind: Straßenkinder, Obdachlose, Alte, Kranke und Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Pater Berno hat alle Voraussetzungen geschaffen, um Menschen in Not den Einstieg in ein normales Leben zu ermöglichen. Ich bin von seinem Engagement für arme Kinder beeindruckt, denen er durch sein stetes Wirken eine schulische Laufbahn und so eine gute Ausbildung für die Zukunft ermöglicht.Durch seine Begeisterung, positive Ausstrahlung und unermüdliche Einsatzbereitschaft ist es Pater Berno gelungen, zahlreiche UnterstützerInnen aus dem In- und Ausland zu motivieren, ihm bei der Realisierung und Erhaltung seiner Projekt zu helfen.
Herbert Grün, Geschäftsführer Caritas Temesvar