Hinter dem langjährigen Engagement der Pater Berno Stiftung für die Ärmsten in Rumänien steht eine tragfähige und verlässliche Organisationsstruktur. Was als Herzensanliegen von Pater Berno begann, wird heute von engagierten Gremien, klaren Verantwortlichkeiten und vertrauensvollen Partnerschaften getragen. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die Struktur unserer Stiftung vor – von Vorstand und Stiftungsrat bis hin zu unseren operativen Bereichen. Und wir werfen auch einen Blick auf unsere wertvollen Partner, ohne die unsere Hilfe vor Ort nicht möglich wäre.
Die Pater-Berno-Stiftung ist eine Unselbständige Stiftung innerhalb der Körperschaft d. öffentlichen Rechts.
Stiftungsrat
Vorstand der Stiftung
Deutsche Provinz der Salvatorianer KdöR
Vorsitzender: Pater Leonhard Berchtold SDS
Redaktionsteam
Setzt sich zusammen aus Mitarbeiter:innen der
Hat folgende Aufgaben
Salvatorianer-Kloster Temeswar
Die Patres vor Ort sind Teil der österreichischen Provinz der Salvatorianer.
Sie übernehmen folgende Aufgaben:
Caritas Temeswar
Geschäftsführer Herbert Grün
Die Mitglieder unserer Stiftung gestalten als Teil des Stiftungsrats, Vorstands oder weiterer Gremien die Ausrichtung unserer Arbeit aktiv mit. Ihr Engagement ist geprägt von persönlicher Überzeugung, praktischer Erfahrung und einer tiefen Verbundenheit mit den Menschen in Rumänien. Sie tragen dazu bei, dass unsere Projekte langfristig wirken und auf einem tragfähigen Fundament stehen.
Ein starkes Netzwerk aus kirchlichen, sozialen und zivilgesellschaftlichen Partnern unterstützt die Arbeit der Pater-Berno-Stiftung – ideell, operativ und organisatorisch:
Die Salvatorianer in Österreich sind vor allem in Pfarren und der geistlichen Begleitung tätig. Ihrem Gründungsauftrag folgend, setzen sie sich für das Wohl jedes Einzelnen ein. Rumänien gehört zur österreichischen Ordensprovinz – dadurch besteht eine enge Verbindung zu unserer Stiftung. Durch ihren aktiven Einsatz wird das soziale Engagement des Ordens konkret gelebt.
Die Salvatorianerinnen in Österreich engagieren sich insbesondere über ihre Schwesterngemeinschaft in Temesvar. Sie waren maßgeblich an der Gründung sozialer Projekte beteiligt – darunter das Frauenhaus Maria von den Aposteln – und sind bis heute verlässlich und vielseitig unterstützend tätig.
Die Salvatorianer in Deutschland ermöglichten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs durch gezielte Aufbauarbeit den Neubeginn in Rumänien. Gemeinsam mit der lokalen Caritas wurden wichtige Sozialprojekte ins Leben gerufen, die heute unter dem Dach der Pater-Berno-Stiftung weitergeführt werden.
Auch die Salvatorianerinnen in Deutschland pflegen eine langjährige, gewachsene Verbindung nach Rumänien. Aufbauarbeit, Seelsorge und soziale Hilfen sind Ausdruck ihrer gelebten Spiritualität und ihrer Solidarität mit den Schwächsten.
Ein weiterer zentraler Pfeiler ist die Unterstützung durch das familiäre Umfeld des Stiftungsgründers, das über Jahrzehnte hinweg mit großem Zusammenhalt und Engagement die Projekte in Temesvar mitgetragen und weiterentwickelt hat.
Seit vielen Jahren ist auch die Caritas Steiermark ein verlässlicher Partner. Bereits kurz nach der Wende engagierte sie sich mit Hilfslieferungen in Temesvar und unterstützte die lokale Caritas bei ihrer Arbeit mit Menschen in Not. Diese Partnerschaft besteht bis heute.
Das Kinderhilfswerk Oberursel engagiert sich für Kinder aus sozial benachteiligten Lebenssituationen – insbesondere in Osteuropa. Mit Sitz in Oberursel bei Frankfurt am Main unterstützt die Organisation seit vielen Jahren die Projekte in Rumänien. Neben finanzieller und materieller Hilfe vermittelt das Kinderhilfswerk auch Patenschaften, um Kindern langfristige Perspektiven zu eröffnen.
Die Initiative „Brandstifter“ entstand aus einer Jugendbewegung in Baden-Württemberg. Bereits 1992 organisierte die Gruppe ihren ersten Hilfstransport nach Temesvar. Seither engagieren sich die Ehrenamtlichen regelmäßig mit Hilfslieferungen – darunter Kleidung, Lebensmittel, Medikamente, Pflegebedarf oder sogar landwirtschaftliche Maschinen. Dieses beständige, praktische Engagement ist ein starkes Zeichen gelebter Solidarität.
Unsere Mitglieder sind weit mehr als formale Gremienvertreter:innen – sie sind mit Herz und Hand Teil unserer Mission. Ihr Engagement, ihre Netzwerke und ihre Überzeugung machen die Arbeit der Pater-Berno-Stiftung erst möglich. Gemeinsam setzen wir Zeichen für Menschlichkeit, Hoffnung und konkrete Hilfe.
Der Sitz der Pater-Berno-Stiftung befindet sich in München. Unsere Projekte sind aber in Rumänien – einem EU-Land, das trotz vieler Fortschritte seit der Revolution 1989 weiterhin mit großen sozialen Herausforderungen zu kämpfen hat.
Zwar hat sich die wirtschaftliche Lage verbessert, doch technische und soziale Infrastrukturen liegen oft noch deutlich unter mitteleuropäischem Niveau. 2012 lag die Armutsrate bei 42 % – eine der höchsten in der EU. Während Lebenshaltungskosten durch globale Märkte steigen, bleiben die Einkommen niedrig. Wohlstand ist stark ungleich verteilt.
Rund 3 Millionen Rumän:innen leben im Ausland – viele von ihnen können ihre Familien aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten nicht mehr wie früher unterstützen. Die soziale Folge: Zehntausende Kinder wachsen ohne Eltern auf. Anfang 2013 waren über 80.000 Kinder offiziell als elternlos registriert. Auch demografisch steht Rumänien vor großen Umbrüchen: Die Bevölkerung wird älter und schrumpft. Für 2050 wird ein Rückgang auf ca. 16,8 Millionen Menschen prognostiziert.
Temeswar
Temeswar ist mit ca. 330.000 Einwohner:innen eine multikulturelle Stadt mit rumänischer, ungarischer, deutscher, serbischer und weiterer Bevölkerung. Die Stadt spielte 1989 eine zentrale Rolle im Sturz des Ceaușescu-Regimes: Hier begannen die ersten öffentlichen Proteste gegen das Regime, die in eine landesweite Revolution mündeten.
Heute ist Temeswar nicht nur ein Ort des Aufbruchs und des Erinnerns, sondern auch Zentrum unserer sozialen Projekte. Die Stadt war historisch eine der ersten in Europa mit elektrischer Straßenbeleuchtung und gilt als weltoffen und innovativ – trotz aller sozialen Herausforderungen, die bis heute bestehen.